Spanisches Gewerbeimmobilienmarkt 2010 steigte 33% gegenüber 2009

Die Krise am Markt für Gewerbeimmobilien hat ähnliche Ausmaße angenommen wie das gerade abklingende Desaster bei den privaten Immobilien. Das Platzen der Blase im Markt der Gewerbeimmobilien ist in Spanien besonders zu spüren. Hunderttausende von Büro- und Handelsimmobilien stehen leer. über Nachfrage ist noch keine Spur zu sehen.

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Schlechtestes Quartal am spanischen Immobilienmarkt

Das Transaktionsvolumen auf dem spanischen Gewerbeimmobilienmarkt ist im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 22 Prozent auf 746 Millionen Euro gesunken. "Das ist der niedrigste Wert des Jahres", sagt Pablo Kindelán, DTZ Research in Spanien. "Der Rückgang der Aktivitäten zum Jahresende ist vor allem auf die erneute Unsicherheit bei den öffentlichen Finanzen in der Euro-Zone zurückzuführen." Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet das Ergebnis dennoch ein Wachstum um 53 Prozent. Auch das Jahresergebnis 2010 von rund 4,1 Milliarden Euro liegt um 33 Prozent über dem Ergebnis von 2009. "Das höhere Jahresergebnis ist umso bemerkenswerter, da rund ein Drittel des Umsatzes 2009 von einem einzigen Deal, dem BBVA Portfoliodeal, getragen wurde."

Büro- und Handelsimmobilien dominieren das vierte Quartal

Im vierten Quartal dominierten Büroobjekte und Handelsimmobilien das Marktgeschehen. Mit 338 Millionen Euro und 350 Millionen Euro Investmentvolumen konnten die beiden Sektoren etwa 92 Prozent des Gesamtvolumens auf sich vereinigen. Der größte Deal des vierten Quartals war der Verkauf des Ballonti Shopping Centers von der Eroski Gruppe an die Deka für 116 Millionen Euro. Auch im Gesamtjahr 2010 waren Handels- und Büroimmobilien mit jeweils rund 30 Prozent Marktanteil die beherrschenden Assetklassen am spanischen Gewerbeimmobilienmarkt.

Inländer investieren wieder mehr in Spanien

Seit Beginn der Krise im Jahr 2007 dominieren ausländische Käufer den spanischen Investmentmarkt. Dies hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Für über die Hälfte des Investitionsvolumens zeichneten internationale Investoren verantwortlich. Insbesondere Fonds aus Großbritannien führen mit 14 Prozent die Investitionen an. "Dieses Jahr haben allerdings die nationalen Investitionen wieder aufgeholt und waren mit 46 Prozent für fast die Hälfte der Investitionen verantwortlich", erläutert Kindelán. "Die meisten ausländischen Investoren suchen langfristige Mietverträge, die eine kontinuierliche Einnahmequelle sichern, und größere Investitionsvolumina." Inländische Investoren kauften eher kleinere Objekte. "Die einheimischen Investoren wollen die Vorteile der aktuellen Wirtschaftslage auszunutzen. Sie suchen Zugang zu Objekten, die in der Vergangenheit für sie nicht erreichbar gewesen sind."

Leichte Abwärtsbewegung bei Spitzenrenditen

Die Anfangsrenditen für Spitzenobjekte haben sich nach einigen Jahren des Wachstums seit 2009 wieder stabilisiert. Aktuell liegt die Spitzenanfangsrendite für Büroobjekte bei 5,75 Prozent in Madrid und sechs Prozent in Barcelona, für Einzelhandelsobjekte bei 5,75 Prozent und für Industrie- und Logistikobjekte bei 7,75 Prozent. "Im laufenden und auch in den folgenden Jahren erwarten wir ein leichtes Absinken der Renditen über alle Sektoren", sagt Kindelán.
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