Spanien kein "El Dorado" für Migranten

Spanien hat mit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008 seine Attraktivität für arbeitssuchende arme Migranten eingebüßt. Spanien leidet unter einer Arbeitslosenrate von 20 Prozent, bei den Immigranten erreicht sie 30 Prozent. Wer will noch nach Spanien?

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Vor den Kanarischen Inseln gibt es Szenen wie diese aus dem Jahr 2006 kaum mehr. Dort kommen so gut wie keine Bootsflüchtlinge mehr an. Foto: dpa

Spanien hat an Anziehungskraft verloren

Madrid.  Spanien hat mit Entwicklungshilfe und Rücknahmeabkommen den Flüchtlingsstrom auf die Kanaren gestoppt. Heute kommen kaum noch Boote an. Für Flüchtlinge ist Spanien kein Eldorado mehr.

"Es hat keine Zunahme der Immigration gegeben", sagte Spaniens Außenministerin Trinidad Jiménez vor wenigen Wochen, als nach der Revolution in Tunesien tausende Nordafrikaner begannen, sich übers Mittelmeer auf den Weg nach Italien zu machen. Spanien ist von den jüngsten Migrantenströmen nicht berührt. Tunesien, Libyen und Ägypten sind weit weg, im nahen Marokko und Algerien ist es bisher weitgehend ruhig geblieben.

Doch auch Spanien kennt die Erfahrung, plötzlich zum Anziehungspunkt tausender Bootsmigranten zu werden. Im Frühjahr und Sommer 2006 landeten in kurzer Zeit hunderte Cayucos - wacklige Holzboote, in denen etliche dutzend Menschen Platz finden - auf Teneriffa und den anderen Kanareninseln. Sie waren von Mauretanien und Senegal aus in See gestochen, um nach tagelanger strapaziöser Überfahrt über den Atlantik spanischen Boden zu erreichen. Fast 32 000 Menschen, die allermeisten Schwarzafrikaner, kamen in jenem Jahr auf den Kanaren an und sorgten für internationale Schlagzeilen und überfüllte Aufnahmelager. Heute sind die Lager leer: Im vergangenen Jahr erreichten nur noch 196 Bootsmigranten eine der Kanarischen Inseln. Auch an den übrigen Küsten Spaniens kommen immer weniger Menschen in Cayucos oder den kleineren Pateras an: knapp 3500 im vergangenen Jahr, nach 7500 vor fünf Jahren.

Der Rückgang hat mehrere Ursachen. Die meisten Afrikaner, die vor fünf Jahren auf den Kanaren landeten, blieben in Spanien, weil es keine Rücknahmeabkommen mit ihren Herkunftsländern gab. Das hat sich geändert. Die spanische Regierung setzte ihren diplomatischen Apparat in Bewegung, eröffnete neue Botschaften, versprach und gewährte Entwicklungshilfe und konnte dafür die ersehnten Rücknahmeabkommen unterzeichnen.

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“23-F” - der Putsch in Spanien vor 30 Jahren

Es ist der 23. Februar 1981. Jemand brüllt: „Alle zu Boden!“ Dann schießt jemand. Als die Feuersalve nach zehn Sekunden verstummt, sind alle Abgeordneten unter ihren Sitzen verschwunden. Mit Ausnahme von drei Männern: dem Kommunistenchef Santiago Carrillo, dem Vizeregierungschef, General Manuel Gutiérrez Mellado, und dem Regierungschef Adolfo Suárez. Oberstleutnant Antonio Tejero hat mit rund 200 Polizisten das spanische Parlament gestürmt, hält die Abgeordneten einen Abend und eine Nacht als Geiseln und wartet auf „eine zuständige militärische Autorität“, die den Putsch vollenden soll. König Juan Carlos macht dem Spuk mit einer Fernsehansprache nach Mitternacht, in der er seine Treue zur demokratischen Verfassung bekundet, ein Ende.

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Sanchos Esel

Anatomie eines Augenblicks

Leider kann ich an dieser Stelle nicht die Geschichte der erwogenen, geplanten, sogar angefangenen Blogeinträge erzählen, denn es liegt nun einmal in der Natur der Sache, dass der Blog - so spontan und leicht er in der äußeren Form auch daherkommen mag - nur zu Ende geschriebene Texte erträgt. Zumindest dieser Blog; der Blog, wie ich ihn verstehe. Heute allerdings tritt der umgekehrte Fall ein: Ich lasse alle erwogenen, geplanten, sogar angefangenen Blogeinträge links liegen und widme mich dem 23-F. Ein hübsches Kürzel, nicht wahr? Auf deutsch müsste man sagen: dem Putsch des 23. Februar 1981, dessen dreißigster Jahrestag heute ist. Manche würden sogar noch differenzieren und nicht vom Putsch, sondern vom „Putschversuch" reden.

Sanchos Esel
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Anatomie eines Augenblicks

23. Februar 2011, 16:00 Uhr

Leider kann ich an dieser Stelle nicht die Geschichte der erwogenen, geplanten, sogar angefangenen Blogeinträge erzählen, denn es liegt nun einmal in der Natur der Sache, dass der Blog - so spontan und leicht er in der äußeren Form auch daherkommen mag - nur zu Ende geschriebene Texte erträgt. Zumindest dieser Blog; der Blog, wie ich ihn verstehe. Heute allerdings tritt der umgekehrte Fall ein: Ich lasse alle erwogenen, geplanten, sogar angefangenen Blogeinträge links liegen und widme mich dem 23-F. Ein hübsches Kürzel, nicht wahr? Auf deutsch müsste man sagen: dem Putsch des 23. Februar 1981, dessen dreißigster Jahrestag heute ist. Manche würden sogar noch differenzieren und nicht vom Putsch, sondern vom „Putschversuch" reden.

Nun, es war natürlich beides, ein Putsch und ein Putschversuch. Er hat nur nicht sehr lange gedauert, nämlich etwas mehr als achtzehn Stunden. Heute erinnert die Zeitung ABC auf der dritten Seite an den ehemaligen Vizepräsidenten unter Adolfo Suárez, General Gutiérrez Mellado. Das ist der Mann, der sich - so wenig wie Suárez und Santiago Carrillo - von den Putschisten nicht gängeln ließ und die unter Waffengefuchtel gegebenen Kommandos im Plenarsaal des Parlaments einfach ignorierte, ja der Gefahr lief, sich mit einem Uniformierten der Guardia Civil zu prügeln. Der Gastautor des ABC-Kommentars, Eduardo Serra, der ehemalige Verteidigungsminister unter Aznar und Mitarbeiter des Generals in der Stiftung gegen Drogenabhängigkeit (FAD), feiert Gutiérrez Mellado als „Symbol legitimer Macht", und er tut es seinerseits als Politiker, der sich damals vor dreißig Jahren genauso unter die Bänke warf wie alle anderen, den Parlamentssekretär eingeschlossen. Nur eben Suárez, Carrillo und Gutiérrez Mellado duckten sich nicht. 

„Bis auf eine Handvoll entschlossener Menschen, die ihre Bereitschaft zu erkennen gaben, für die Verteidigung der Demokratie ihre Haut zu riskieren, zog sich das gesamte Land zwischen die eigenen vier Wände zurück, um abzuwarten, ob der Putsch scheiterte. Oder Erfolg hatte." Das ist nicht gehässig, sondern eine ziemlich genaue Bewertung dessen, was geschah. Deshalb ist den Zeitungskommentaren von heute auch durchaus Erleichterung anzuhören. Wir haben Glück gehabt, sagen sie, es hätte auch anders ausgehen können. Am 23. Februar 1981 wurde ein Gespenst vertrieben, das wohl nicht wiederkommt.
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Europäische Fachmesse zum Steuern sparen

TAX AVOIDANCE EXPO findet am 8. und 9. September 2011 im Starling Hotel am Flughafen Genf in der Schweiz statt.

Als Organisator der Messe tritt De Ferrante Exhibitions BV, Utrecht, Niederlande, auf.

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Tax Avoidance Expo: Europäische Fachmesse zum Steuern sparen für kleine und mittlere Unternehmen

Die Steuern sind eine der zeitaufwändigsten und unangenehmsten Aspekte internationaler Geschäftstätigkeit. Insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen in Europa haben mit steuerlichen Fragen und Problemen im eigenen Land und den Ländern zu kämpfen, in denen sie geschäftlich tätig sind. Fortdauernd werden neue Bestimmungen und Gesetze eingeführt, und die nationalen Behörden schreiben regelmäßig geänderte Richtlinien, Steuertarife und Reglements vor. Für den Kleinunternehmer häufig ein undurchdringliches Verwaltungsdickicht. Die Niederlassungen von Großunternehmen und Multinationals liegen hingegen in Steuerparadiesen, wo sie die Möglichkeit haben, ihre Organisation in einer Weise zu strukturieren, dass sie maximale steuerliche Vorteile nutzen können. Die meisten kleinen Unternehmer jedoch haben keine Zeit und keinen Zugriff auf die Kenntnisse internationaler Steuerfachleute und überlassen ihre Steuererklärung dem ansässigen Steuerberater oder sogar ihrer eigenen Buchhaltung. In manchen Fällen können Eigentümer eines internationalen Unternehmens, denen eine gute steuerliche Beratung fehlt, bei einer Geschäftstransaktion mit drei verschiedenen Steuersystemen konfrontiert werden.

Auf der TAX AVOIDANCE EXPO, der neuen, in diesem Jahr in Genf stattfindenden Messe, können sich kleine und mittlere Unternehmen über völlig legale Steuertipps informieren, die dazu dienen, den Steuerdruck zu verringern und damit die Ertragslage des Unternehmens zu steigern. Nach Aussage des Messeorganisators E.E. de Ferrante handelt es sich ?absolut nicht um eine Veranstaltung zum Steuern hinterziehen, sondern kann der Aussteller die Besucher dabei unterstützen, ihre Kosten zu drücken und den Gewinn zu steigern. Und je höher die Gewinne der Betriebe sind, umso besser läuft die Wirtschaft, also ein Vorteil für uns alle?.

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Schulden der öffentlichen Haushalte: 2 oder 6 Billionen?

Der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen hat eine Summe von über sechs Billionen Euro errechnet.
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Experte-Staatsverschuldung-deutlich-groesser_aid_835005.html
Raffelhüschen rechnet zur Gesamtverschuldung oder "Nachhaltigkeitslücke" auch jene finanziellen Rücklagen hinzu, die der Staat eigentlich bilden müsste, um die künftigen Ausgaben finanzieren zu können - beispielsweise Pensionen für Beamte. "Vor allem versprechen wir mehr Sozialleistungen, als wir uns in Zukunft werden leisten können"

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Öffentliche Schulden nun bei fast zwei Billionen Euro

Die Schulden der öffentlichen Haushalte in der Bundesrepublik sind 2010 so stark gestiegen wie nie zuvor: Der Schuldenstand betrug Ende vergangenen Jahres fast zwei Billionen Euro - 304,4 Milliarden Euro oder 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies war der höchste absolute Schulden-Zuwachs innerhalb eines Jahres seit Bestehen der Statistik. Die Pro-Kopf-Verschuldung stieg damit auf nunmehr 24.450 Euro. Diesen Artikel weiter lesen

Die vorläufigen Zahlen umfassen die Kreditmarktschulden und Kassenkredite und beziehen sich auf die Kernhaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie die jeweiligen Extrahaushalte. Zu dem Anstieg trugen demnach wesentlich die im Jahr 2010 neu gegründeten Bad Banks bei: So ließen allein die Übertragung von Risikopapieren der Hypo Real Estate in die FMS Wertmanagement sowie die Stützungsmaßnahmen der Ersten Abwicklungsanstalt für die WestLB den Schuldenstand zum Jahresende um 232,2 Milliarden Euro steigen.

Die Schulden des Bundes wuchsen bis Ende 2010 auf gut 1,28 Billionen Euro - das ist ein Plus von 230,3 Milliarden oder 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den Zahlen enthalten sind unter anderem die Schulden der FMS Wertmanagement (189,6 Milliarden Euro), des Sondervermögens Finanzmarktstabilisierungsfonds (28,6 Milliarden Euro) sowie des Investitions- und Tilgungsfonds (14,0 Milliarden Euro), die zur Bewältigung der Finanzmarktkrise gegründet wurden. Die Länder waren Ende Dezember 2010 mit gut 595,3 Milliarden Euro verschuldet (plus 13 Prozent), die Gemeinden und Gemeindeverbände mit knapp 119,4 Milliarden Euro (plus 4,9 Prozent).

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Rafael Nadal plant Tennisakademie in Manacor

24 Jahre alt und neun Grand-Slam-Titel, davon fünfmal bei den French Open, zweimal in Wimbledon sowie jeweils einmal bei den Australian Open und den US Open.

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Rafael Nadal kündigt Tennisakademie in Manacor an

Auch ein Museum und ein Sitz für die Stiftung des Tennisstars sind im Gespräch

­­"Ich zerbreche mir schon seit Jahren den Kopf darüber, und jetzt endlich ist der richtige Zeitpunkt gekommen." Mit diesen Worten hat der Tennisstar Rafael Nadal am Freitag (18.2.) auf Mallorca die Gründung einer privaten Tennisakademie angekündigt. Das Zentrum soll in Manacor stehen, weltweit Maßstäbe setzen und seinen Namen tragen, so der Weltranglisten-Erste. In der Akademie sollten Talente aus der ganzen Welt zu Profis ausgebildet werden.

Nach Erteilung der Baugenehmigung könnten die Bauarbeiten bereits im Herbst beginnen. Nadal machte keine Angaben zur Höhe der Investition, bei der Stadtverwaltung von Manacor ist jedoch von rund 15 Millionen Euro die Rede. Geplanter Standort ist ein Gelände neben dem jetzigen kommunalen Tenniszentrum. Die Akademie soll über 15 bis 25 Plätze verfügen sowie auch über ein Gebäude zur Unterbringung der Tennisschüler. Auch ein Rafael-Nadal-Museum und der Sitz der Stiftung des Tennisspielers könnten auf dem Gelände Platz finden.

Viel Lob gab es für die Pläne von den Politikern, die bei der Präsentation anwesend waren. "Wir sind stolz, dass Rafa unsere Stadt ausgewählt hat für dieses weltweite Pionierprojekt", so Bürgermeister Antoni Pastor. Balearen-Premier Francesc Antich lobte die Investition als vorbildlich.

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Mallorca-Immobilien: Schwache Nachfrage bei großem Angebot

Zum Hypothekenwert zurückgenommene Wohnungen minderer Qualität aus Baupleiten versuchen die Banken jetzt los zu werden. Die Immobilienmakler sind Unglücklich über die neue Konkurrenz. "Wenn Interessenten zur Bank gehen und eine Hypothek beantragen, werden sie von dieser gleich als potenzielle Kunden abgefangen".

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Immobilien auf Mallorca: Nach unten ist noch immer Luft

Bestandsaufnahme nach zwei Krisenjahren: Vor allem auf dem heimischen Immobilienmarkt ist die Preisanpassung noch nicht zu Ende

Noch stehen die Kräne still. Noch müssen unverkaufte Immobilien aus den Boomzeiten von Mallorcas Immobilienmarkt      an den Mann gebracht werden.

Noch stehen die Kräne still. Noch müssen unverkaufte Immobilien aus den Boomzeiten von Mallorcas Immobilienmarkt an den Mann gebracht werden.  Foto: Ramón

Auf dem spanischen Immobilienmarkt ist die Krise noch lange nicht ausgestanden. Der Wirtschafts­wissenschaftler Pep Aguiló von der Balearen-Universität (UIB) geht davon aus, dass die Preise auch zwei Jahre nach Ausbruch der Wirtschaftskrise noch weiter fallen werden. „Spanienweit haben wir erst die Hälfte des Weges ­geschafft", sagt er. Auf den Balearen seien die Aussichten zwar dank des internationalen Marktes mit hochpreisigen und hochwertigen Immobilien etwas besser. „In diesem Segment kann man quasi am Horizont schon das Ende der Krise ausmachen." Ansonsten aber sei die Lage auch auf den Inseln weiter schwierig.

Wo früher Häuser und Wohnungen zweistellige Preissteigerungen pro Jahr hinlegten, mussten nach dem Platzen der Immobilienblase die Verkaufspreise auf breiter Front nach unten korrigiert werden. Es ist eine Korrektur, die ungleichmäßig verlief und je nach Segment unterschiedlich stark ausfiel. Aguiló geht davon aus, dass die Preise seit Ausbruch der Krise auf den Balearen um acht bis neun Prozent pro Jahr gefallen sind. Insgesamt liege das bisherige Minus bei den Immobilienpreisen auf den Inseln bei 16 bis 20 Prozent. Auch die Immobilienbewertungsgesellschaft Tinsa schätzt in einem am 9. November veröffentlichten Bericht, dass die Wohnungspreise auf den Balearen insgesamt um 17,7 Prozent seit Krisenausbruch zurückgegangen sind. Die spanische Regierung machte im Oktober das Minus auf den Inseln seit 2008 bei 15 Prozent fest.

Ende 2008 wurde noch versucht, die Preise zu halten, 2009 gerieten sie in Bewegung, 2010 ins Rutschen. Besonders dramatisch ging dieser Prozess bei Neubauwohnungen in Urbanisationen vonstatten. Hier fielen die Preise laut Aguiló im Schnitt zwischen 15 und 18 Prozent pro Jahr.
Für die begehrten Immobilien an der Küste hingegen hat der Wirtschaftswissenschaftler der UIB nur einen durchschnittlichen Preisrückgang von jährlich rund 5 Prozent ausgemacht. Vor allem die vorwiegend von Ausländern nachgefragten höherklassigen Objekte in guten Lagen wie zum Beispiel in erster Meereslinie seien nur geringfügig von der Preisanpassung betroffen gewesen. Aguiló bestätigt damit die Einschätzung bekannter ausländischer Immobilienunternehmer.

Entsprechend hat sich auch das Verhalten der Käufer verändert. Akzeptiert werden nur noch Objekte, bei denen der Interessent alle Wünsche erfüllt sieht (siehe Interview S. 6), andernfalls werden zuweilen hohe Preisnachlässe ausgehandelt. Dass die Statistiken mitunter ungenau ausfallen, liegt auch daran, dass der in offiziellen Zahlen nicht berücksichtigte Schwarzgeldanteil bei Immobiliengeschäften (Unterverbriefung) starken Schwankungen unterworfen war. Während vor der Einführung des Euros als Bargeld im Jahr 2000 die Käufer noch einmal kräftig unter die Matratze langten, um ihre Peseten loszuwerden und damit den Boom weiter befeuerten, dürfte danach der Anteil an dinero negro wegen der immer strengeren Kontrollen der Steuerbehörden kontinuierlich zurückgegangen sein.

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Ein Wunder ist geschehen: Die Kathedrale von Palma wurde in die Türkei versetzt.Das sind zwei Anzeigen eines englischen Reiseveranstalters. Das Foto wurde von einem Mallorquiner gemacht. Dieser spazierte durch die Strassen von Porthsmouth und war sehr ueberrascht, als er die Posters in einem Reisebuero sah. Dieses Reisebuero bietet Reisen in die Türkei an, mit Fotos der Kathedrale und vom Almudaina-Palast. Auf einem anderen Plakat erscheint sogar ein Foto der Mauern von Alcudia und der romantischen Bucht von SantanyiDas sind zwei Anzeigen eines englischen Reiseveranstalters. Das Foto wurde von einem Mallorquiner gemacht. Dieser spazierte durch die Strassen von Porthsmouth und war sehr ueberrascht, als er die Posters in einem Reisebuero sah. Dieses Reisebuero bietet Reisen in die Türkei an, mit Fotos der Kathedrale und vom Almudaina-Palast. Auf einem anderen Plakat erscheint sogar ein Foto der Mauern von Alcudia und der Cala Romantica in Santanyi.

Spanisches Gewerbeimmobilienmarkt 2010 steigte 33% gegenüber 2009

Die Krise am Markt für Gewerbeimmobilien hat ähnliche Ausmaße angenommen wie das gerade abklingende Desaster bei den privaten Immobilien. Das Platzen der Blase im Markt der Gewerbeimmobilien ist in Spanien besonders zu spüren. Hunderttausende von Büro- und Handelsimmobilien stehen leer. über Nachfrage ist noch keine Spur zu sehen.

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Schlechtestes Quartal am spanischen Immobilienmarkt

Das Transaktionsvolumen auf dem spanischen Gewerbeimmobilienmarkt ist im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 22 Prozent auf 746 Millionen Euro gesunken. "Das ist der niedrigste Wert des Jahres", sagt Pablo Kindelán, DTZ Research in Spanien. "Der Rückgang der Aktivitäten zum Jahresende ist vor allem auf die erneute Unsicherheit bei den öffentlichen Finanzen in der Euro-Zone zurückzuführen." Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet das Ergebnis dennoch ein Wachstum um 53 Prozent. Auch das Jahresergebnis 2010 von rund 4,1 Milliarden Euro liegt um 33 Prozent über dem Ergebnis von 2009. "Das höhere Jahresergebnis ist umso bemerkenswerter, da rund ein Drittel des Umsatzes 2009 von einem einzigen Deal, dem BBVA Portfoliodeal, getragen wurde."

Büro- und Handelsimmobilien dominieren das vierte Quartal

Im vierten Quartal dominierten Büroobjekte und Handelsimmobilien das Marktgeschehen. Mit 338 Millionen Euro und 350 Millionen Euro Investmentvolumen konnten die beiden Sektoren etwa 92 Prozent des Gesamtvolumens auf sich vereinigen. Der größte Deal des vierten Quartals war der Verkauf des Ballonti Shopping Centers von der Eroski Gruppe an die Deka für 116 Millionen Euro. Auch im Gesamtjahr 2010 waren Handels- und Büroimmobilien mit jeweils rund 30 Prozent Marktanteil die beherrschenden Assetklassen am spanischen Gewerbeimmobilienmarkt.

Inländer investieren wieder mehr in Spanien

Seit Beginn der Krise im Jahr 2007 dominieren ausländische Käufer den spanischen Investmentmarkt. Dies hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Für über die Hälfte des Investitionsvolumens zeichneten internationale Investoren verantwortlich. Insbesondere Fonds aus Großbritannien führen mit 14 Prozent die Investitionen an. "Dieses Jahr haben allerdings die nationalen Investitionen wieder aufgeholt und waren mit 46 Prozent für fast die Hälfte der Investitionen verantwortlich", erläutert Kindelán. "Die meisten ausländischen Investoren suchen langfristige Mietverträge, die eine kontinuierliche Einnahmequelle sichern, und größere Investitionsvolumina." Inländische Investoren kauften eher kleinere Objekte. "Die einheimischen Investoren wollen die Vorteile der aktuellen Wirtschaftslage auszunutzen. Sie suchen Zugang zu Objekten, die in der Vergangenheit für sie nicht erreichbar gewesen sind."

Leichte Abwärtsbewegung bei Spitzenrenditen

Die Anfangsrenditen für Spitzenobjekte haben sich nach einigen Jahren des Wachstums seit 2009 wieder stabilisiert. Aktuell liegt die Spitzenanfangsrendite für Büroobjekte bei 5,75 Prozent in Madrid und sechs Prozent in Barcelona, für Einzelhandelsobjekte bei 5,75 Prozent und für Industrie- und Logistikobjekte bei 7,75 Prozent. "Im laufenden und auch in den folgenden Jahren erwarten wir ein leichtes Absinken der Renditen über alle Sektoren", sagt Kindelán.
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